Spieler üben Showteil ein
Die "Mitteldeutsche Zeitung" schrieb am Mittwoch, den 11. September 2003:

Fanfarenzug
Spieler üben Showteil ein
Hohenmölsener Klangkörper im Internet präsent - Seite wurde 2700 mal angeklickt

von KLAUS - DIETER KUNICK

Hohenmölsen/MZ. Josef Kotzian ist der jüngste im Fanfarenzug. "Erst seit ein paar Monaten mache ich hier mit", erklärt er. Mit seinen elf Jahren entschied sich der Junge für die Fanfare. "Da waren einige bei uns in der Schule und haben für den Fanfarenzug geworben" , ergänzt der kleine Höhenmölsener. "Stimmt, das waren wir", entgegnen Nicole Liehmann (16) und Peter Kloppe (14).

 

Der Showteil soll beim nächsten Auftritt klappen. Selbst Außenstehenden wird klar, dass das einfacher aussieht, als es am Ende ist. Während Frau Müller und ihr Stab vorneweg wedeln, bleiben die Bläser liegen, die Hochtrommler schwenken hingegen obenauf. Es entsteht eine neue Aufmarschformation.

Vor den Schülern hätten sie vorgespielt und erklärt, was man so im Verein anstelle. "Ich spiele selbst seit fünf Jahren hier mit. Es macht viel Spaß, und ich muss sagen, der Fanfarenzug ist für mich meine zweite Familie geworden", erzählt die 16-jährige. Wenn man allerdings über viele Stunden Auftritte habe, dann dann könne es schon ein bisschen stressig werden, fährt das Mädchen fort.
"Das Interesse an unserem Fanfarenzug scheint ungebrochen", erklärt Stabführerin Kathrin Müller (51). Seit November vergangenen Jahres sei man im Internet präsent. Und die Homepage habe man bereits 2700 mal angeklickt. Aber nach wie vor sei man ständig auf der Suche nach jungen Leuten, die hier mitmachen.
Montags ist Ausbildungstag. Für alle. Dirk Herrmann ist Übungsleiter der Bläsergruppe. Er gibt einige Töne zum Erwärmen vor, alle anderen lauschen zunächst und versuchen dann, es ihm gleich zu tun. Mittlerweile besprechen Kathrin Müller und Michael "Mukl" Grodtke, er ist der musikalische Leiter, den Showteil. Der soll beim nächsten Auftritt klappen. Selbst Außenstehenden wird klar, dass das einfacher aussieht, als es am Ende praktiziert ist. Während Frau Müller mit dem Stab vorneweg geht, bleiben die Bläser stehen, die Hochtrommler schwenken hingegen seitwärts ein. Es entsteht eine neue Aufmarschformation.


"Der Fanfarenzug ist für mich meine zweite Familie geworden."
NICOLE LIEHMANN FANFARENZUG-MITGLIED


Doch das sitzt nicht gleich beim ersten Mal. Eine halbe Stunde vergeht wie im Fluge.
 
"Das ist gar nicht so einfach zu wissen, wann und wie zu laufen ist", merkt Mukl an. "Die Feinheiten fehlen noch, aber der Grund ist schon da", fügt Frau Müllerknüller hinzu. Doch nicht nur der Showteil wird an diesem Abend geprobt. Egal, ob Jägermarsch, Foxtrott, der Dakota oder das Signal Sachsen-Anhalt, die Hohenmölsner halten es mit dem Sprichwort: Übung macht den Meister und Kleister klebt.
Lobend hebt Lutz Lisker, der Vereinsvorsitzende, die Beziehungen zur Partnerstadt Bad Friedrichshall hervor. Zur dortigen Blaskapelle Duttenberg, das ist ein Stadtteil, gebe es seit der Wende gute Kontakte. "Der Freundschaftsvertrag, den wir 1993 mit den Duttenbergern unterschrieben, steht nicht nur auf dem Papier, sondern wird mit Laben erfüllt", ergänzt Lisker. Auch privat sei zwischen Duttenbergern und Hohenmölsnern zu einigen Freundschaften gekommen, so der Leiter des Fanfarenzuges.

Bilanz
Landesmeister


Der Fanfarenzug Hohenmölsen wurde 1984 gegründet. Ihm gehören 40 aktive sowie 20 passive Mitglieder an. 2002 sowie in diesem Jahr wurde man Landesmeister von Sachsen-Anhalt. Pro Jahr bestreitet der Verein 30 - 40 Auftritte. Bei der "Fanfaronade", das ist die größte deutsche Meisterschaft für Naturtonfanfarenzüge, belegten die Hohenmölsener 2002 einen dritten Platz. Dieses Jahr wurden sie fünfter.
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